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Über mich

Was macht der eigentlich?

M.Kruppe, 1978 im thüringischen Pößneck geboren, ist Autor, Sprecher, Moderator, Videograf, Podcast-Produzent und Veranstalter kultureller Events vorwiegend in Thüringen, Sachsen und Sachsen Anhalt.

"Mensch ist Mensch" (Berthold Brecht)

Kruppe wuchs, zusammen mit seiner sechs Jahre jüngeren Schwester in Arbeiterfamilie in der ehemaligen DDR auf, brach die Schule in der 9. Klasse ab, um sich zunächst einer Ausbildung zum Gas-Wasser-Installateur zu widmen. Auch dies brach er ab. Rückblickend sagt er: "Weil das Arbeitermilieu der Nachwendezeit durch und durch von Machismen, konservativen, nationalistischen und rassistischen Ressentiments durchsetzt war. Das hielt ich einfach nicht länger aus. Der Punkrock kam zu dieser Zeit in mein Leben und zeigte deutlich, dass die Indoktrination der DDR Erziehung nicht gänzlich falsch war. Werte wie Solidarität mit jedem Menschen, egal welcher Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Sexualität waren mir stets wichtig."  

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​​Von Nix kommt Nix

Jobs als Hausmeister, Kurierfahrer, KfZ Lackierer, Trockenbauer folgten. Er arbeitete auch mehrfach in einer Tischlerei, in einer Anwaltskanzlei, im Garten- und Landschaftsbau, als Hausmeister in einer Jugendbildungsstätte und als Betreuer in Ferienlagern.

Seit dem er schreiben kann, zog M.Kruppe das Verfassen von Briefen dem Reden über sich selbst vor. Seine Wünsche und Träume verarbeitete er als Kind und Jugendlicher in Kurzgeschichten und stellte dabei zeitig fest, dass er sich schreibend seine eigenen Welten schaffen kann. 

 

Und dann war sie da

Die Literatur kam erst spät in sein Leben. Gottfried Benns Morgue in der Vertonung der Band "Das Ich" war im Jahr 1998 das Erweckungserlebnis. Heute umfasst seine Privatbibliothek nahezu 3000 Bücher. Heute versteht Kruppe die Literatur als seine Berufung, liest und schreibt, weil er "schreiben muss, um nicht zu implodieren" wie er sagt. 

Vom Gedicht zur Prosa

Anfangs waren es Gedichte, die in WGs, umgeben von Punks und Grufties ebenso entstanden, wie in den thüringischen Wäldern, in die er sich gern tagelang zurückzog.

Mit der Veröffentlichung des ersten Lyrik-Bandes "Krieg im Nimmerland" 2007, von dem Kruppe sagt, froh zu sein, dass es nicht mehr erhältlich ist, kam die Erkenntnis, dass Gedichte auf Bühnen nur bedingt funktionieren. So begann er, erste Kolumnen, Short Storys und Reiseberichte zu verfassen.

Als er im Jahr 2014 das Projekt leavinghomefunktion journalistisch begleitet, in dem er für die Mitteldeutsche Zeitung und MDR Figaro regelmäßige deren Reiseberichte schreibt, wird er von den Künstler*innen eingeladen, sie im Winterlager in Tserowanie (Georgien) zu besuchen. Im Rahmen dessen entstand das zweite Buch "Lange Nächte in Tiflis", das 2015 beim Verlag Adakia erschien.  

Der Mensch als Mittelpunkt

Kruppe verließ seine Heimatstadt Pößneck 2010, um in Leipzig Fuß zu fassen, was nicht gelang. Seinen Job als Lagerist und Packer in einem Internetversandhandel hängte er schon zwei Jahre später an den Nagel, um sich dem Schreiben zu widmen, was ebenfalls nur bedingt gelang. So kehrte er zurück nach Pößneck, wo er sich den Menschen widmete, die am s.g. "Rande der Gesellschaft" in einer ostdeutschen Kleinstadt zu überleben versuchen. 

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In seinen folgenden Büchern "Von Sein und Zeit", "Und in mir Weizenfelder" und "Geschichten vom Kaff der guten Hoffnung" skizziert er oftmals diese Menschen, um denen eine Stimme, einen Fokus zu geben, die für gewöhnlich ignoriert, verlacht und verspottet werden. Auch finden sich immer wieder Selbstreflektionen in seinen Texten.​

"In den akademischen Kreisen, in den Kreisen der Studierten und Gebildeten habe ich mich nie auf Dauer wohl gefühlt." sagt Kruppe und führt fort: "Ich komme von der Straße. Und das habe ich nie vergessen. Auf der Straße bin ich ebenso zuhause, wie auf den Bühnen. Auf der Straße, in den Stehausschänken und Kiosken, sogar noch in manchen, wenn auch nicht vielen Kneipen, sind die Menschen so viel echter als in den Kreisen derer, die sich so gern als Bohemiens sehen."

 

Der glückliche Zufall macht ein neues Buch

Mitten in einer depressiven Episode bekommt Kruppe, der zu dieser Zeit noch als so genannter "Aufstocker" peripher von ALGII lebt, das Angebot eines Stipendiums in Tampere (Finnland). Er nimmt an und lebt einen Monat in der finnischen Kulturhauptstadt. Dort entsteht das Buch "Wendepunkte - Lange Nächte in Tampere", in dem er seine Beobachtungen in einem fremden Land ebenso festhält, wie Erinnerungen an seine Vergangenheit als DDR Kind, späterer Punk, den Tod, das Leben, die Liebe, seine Depression und Suchterkrankung.

Vom Schreiben zur Dienstleistung

Seit 2020 beschäftigt er sich zunehmend mit Sound- und Videobearbeitung, moderierte neben drei Sendeformaten bei Radio DarkFire die Hauptbühne des Rudolstadt Festivals (ehem. TFF). Mit unterschiedlichen, vorwiegend literarischen Sendeformaten und Talkshows erweitert er das Livestream-Portal Twitch um ein wohl einzigartiges Kulturangebot. Mit weiteren Kulturschaffenden organisierte und moderierte er unter anderem im Mai 2020 das weltweit einzigartige „Darkstream Festival“, im März 2022 das Leipziger Buchmesse-Festival „weiter:lesen22“, im Mai 2022 das Literaturfestival „Altes Papier – neue Ideen“ in der Alten Papierfabrik Greiz und im Juni 2023 das Literaturfestival "Hinter den Fassaden" in Altenburg. 

Seit 2022 arbeitet M.Kruppe auch als freier Videograf für die Unternehmensgruppe Messe Leipzig und als Produzent von Podcasts für verschiedene Auftraggeber.

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Ohne (K)uns(T) wirds still:

Es ist kein Geheimnis, dass die Kunst- und Kulturbranche kein einfaches Pflaster ist. Ich liebe meinen Job und kann mir nichts anderes vorstellen, als genau das zu machen, was ich mache. Wenn du mich unterstützen und damit gleichzeitig exklusive Einblicke und Content erhalten möchtest, dann klick dich doch gern mal auf das Bild, um auf meinen PATREON Account zu gelangen:

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